Naturphänomene

Ökologie, Metereologie, …

Gewitter

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Canon EOS 6D mit Canon EF 17-40 f/4 L USM @ 19mm, 30s bei f/11, ISO 100, RAW, Selbstauslöser, Spiegelvorauslösung, Stativ.

Dieses Gewitter mit unglaublich vielen Blitzen musste ich einfach fotografieren. Immer wieder wurde es so hell, dass man Zeitung hätte lesen können.

Durch eine Belichtungszeit von 30 Sekunden konnte ich alle Blitze festhalten, die in dieser Zeit im Sucher auftauchten. Das Gewitter dauerte über 2 Stunden. Nach einiger Zeit hatte ich mein Setup so optimiert, dass ich unter einem Vordach im Trockenen saß und das ganze gemütlich im Sessel mit einem Bier genießen konnte. Naturfotografie muss ja nicht immer anstrengend sein :)

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Canon EOS 6D mit Canon EF 17-40 f/4 L USM @ 17mm, 30s bei f/7.1, ISO 100, RAW, Selbstauslöser, Spiegelvorauslösung, Stativ.

Beim Weißabgleich während der RAW-Konvertierung habe ich die Farbtemperatur manuell ins Bläuliche verschoben, weil der Himmel auf den Bildern ursprünglich lila-grau war.

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Canon EOS 6D mit Canon EF 17-40 f/4 L USM @ 17mm, 30s bei f/8, ISO 100, RAW, Selbstauslöser, Spiegelvorauslösung, Stativ.


 

Eissee: merkwürdig schön

Dieses Bild ist demnächst als Fotoposter und hochauflösende Datei verfügbar.

Canon EOS 6D mit Canon EF 17-40 L USM @ 26mm, 1/100s bei f/16, ISO 100, Selbstauslöser, Spiegelvorauslösung, Stativ, RAW

Merkwürdig schön sah dieser noch größtenteils von Eis bedeckte Bergsee in den Ötztaler Alpen aus. Die rötlich-braunen Verfärbungen im Eis kommen von abgelagertem Saharastaub, der bei Südwind bis in die Alpen getragen wird. Die Wolken, die den Ort umspielten, sorgten zusätzlich für eine unwirkliche Stimmung.

Dieses Bild ist demnächst als Fotoposter und hochauflösende Datei verfügbar.

Canon EOS 6D mit Canon EF 17-40 L USM @ 17mm, 1/200s bei f/11, ISO 100, Selbstauslöser, Spiegelvorauslösung, Stativ, RAW

Überraschungstour mit Regenbogen

Dieses Bild ist als Fotoposter und hochauflösende Datei verfügbar. Hier klicken für mehr Infos ...


Canon EOS 6D mit Canon EF 17-40 L USM @ 23mm, Spiegelvorauslösung, Selbstauslöser, Stativ.
Zusammengesetzt aus drei unterschiedlich belichteten Bildern.

Bei einer dreitägigen Fototour am Geigenkamm in den Ötztaler Alpen hatte das Wetter einige Überraschungen parat. Den Anfang machte dieser Regenbogen, der nachmittags über dem Tal aufleuchtete. Das Bild habe ich aus drei Belichtungen zusammengesetzt, um den hohen Kontrastumfang zwischen Himmel und Vordergrund abbilden zu können. Diese Technik ist flexibler als ein Grauverlaufsfilter, der vor dem Objektiv befestigt wird. Allerdings braucht man dazu ein Stativ, damit alle Bilder genau deckungsgleich sind und später übereinandergelegt werden können. Wie es genau funktioniert, erkläre ich demnächst in einem Tutorial.

Neben Biwakausrüstung und Verpflegung für drei Tage war auch meine neue Canon EOS 6D im Tourengepäck, die ich während der Wanderung ausgiebig testen konnte – später dazu mehr.

Winter ade?

Canon EOS 50D mit Canon EF 60 USM, 1/2000s bei F/2.8, ISO 100, Spiegelvorauslösung, Selbstauslöser, Bohnensack

Canon EOS 50D mit Canon EF-S 60 USM, 1/2000s bei F/2.8, ISO 100, Spiegelvorauslösung, Selbstauslöser, Bohnensack

 
Ich glaube, der Winter 2012/13 und ich werden keine Freunde mehr. Zumindest in fotografischer Hinsicht sind wir beide einfach nicht zusammengekommen. Im Dezember, als der erste Schnee in Massen fiel und die Lichtbedingungen optimal waren, lag es an meinem vollen Terminkalender. Als ich dann zwischen den Jahren endlich Urlaub hatte, war der Schnee wieder komplett weg – keine Chance auf Winterfotos. Im Januar und Februar kam der Schnee dann wieder in großen Mengen – aber mit ihm ging das Licht und verschwand fast gänzlich hinter einer dicken Wolkenschicht. Seit 1951 gab es keinen Winter, der dunkler war als dieser.

So hat immer irgend etwas nicht gepasst: Mein Terminkalender, der Schnee, das Wetter. Nein, Freunde werden wir in dieser Saison nicht mehr, der Winter und ich.

 

Silvestermond

In Kürze hier auch als Fotoposter verfügbar

Canon EOS 50D mit Canon EF 400 f/5.6 L USM, 1/50s bei f/9, ISO 100, Selbstauslöser, Spiegelvorauslösung, Stativ. Das Bild ist ein 50%-Ausschnitt.

 
Das schönste Himmelsspektakel liefert immer noch die Natur selber. Mit diesem Silvestermond vom heutigen Morgen wünsche ich meinen Lesern einen guten Rutsch und „allzeit gut Licht“ im neuen Jahr.

Parallelwelten: Winter und Frühling

Hier klicken für größere, unbeschnittene Ansicht

Panorama (Ausschnitt), zusammengesetzt aus mehreren Bildern. Canon 50D mit Canon EF 17-40 L USM @ 17mm, 1/100s bei f/11, ISO 100, Spiegelvorauslösung, Selbstauslöser, RAW, Stativ, Wasserwaage.
Für größere Ansicht auf das Foto klicken

Derzeit kann man in den Bergen zwei Parallelwelten erleben: Oben ist noch Winter, unten grünt schon der Frühling. So richtig sichtbar wird das erst in der größeren, unbeschnittenen Ansicht dieses Panoramas.

Parallele Jahreszeiten sind im Hochgebirge keine Seltenheit, in den Chiemgauer Bergen aber schon. Durch die starken Schneefälle im Spätwinter sind die höheren Lagen ab 1.200 Metern noch immer mit einer dicken Schneeschicht bedeckt.

Miniaturlandschaft aus Becherflechten

Becherflechten

Canon EOS 50D mit Canon EF-S 60 USM, 1/60s bei f/11, ISO 100, RAW, Stativ, Bildausschnitt nachträglich festgelegt (70% Crop)

Da sich wenigstens im Voralpenland der Winter langsam dem Ende zuneigt, habe ich heute mal einen Spaziergang zu den Schneeglöckchen im Wald unternommen. Bis zur Blüte wird es zwar noch ein wenig dauern, aber immerhin spitzen schon ihre grünen Stengel. Auf meinem weiteren Streifzug habe ich dann diese Miniaturlandschaft aus Becherflechten auf einem toten Baumstamm entdeckt. Es ist faszinierend, wie knallrot diese trichterförmigen Flechten mitten im Winter blühen.

Unterwegs in der Tiefkühltruhe

Dieses Bild ist als Fotoposter und hochauflösende Datei verfügbar. Hier klicken für mehr Infos.

Canon EOS 50D mit Canon EF 70-200 L IS USM @ 75mm, 1/100s bei f/9, ISO 200, RAW, manueller Weißabgleich

Vor ein paar Tagen habe ich meinen persönlichen Foto-Kälterekord gebrochen. Ich habe schon mal bei -7 Grad fotografiert, jetzt waren es etwa -14. Die Skala meines Flüssigkeitsthermometers geht nur bis -10, die Anzeige lag deutlich darunter, ich konnte also nur noch schätzen. Weil ich mich nicht auf’s Fotografieren konzentrieren kann, wenn ich friere, habe ich mich gut auf die Kälte vorbereitet. Mir hilft am besten Kleidung im Zwiebelprinzip, unter dem Anorak trage ich mehrere dünne Schichten übereinander. Nach längeren Wanderstrecken tausche ich die Schichten, damit keine feuchte Kleidung auf der Haut aufliegt. Da der Körper 30% Prozent seiner Wärme über den Kopf abgibt, ist eine warme Mütze wichtig. Zusätzlich habe ich noch die Kapuze des Anoraks darüber gezogen (bietet Windschutz fürs Gesicht).

Schwieriger ist es, die Hände bei diesen Extremtemperaturen warm zu halten. Da meine Objektive aus Metall sind und meine Kamera aus Magnesium, fühlen sie sich brutal kalt an und entziehen den Händen innerhalb kürzester Zeit die Wärme. Sind die Hände erst mal richtig ausgekühlt, werden sie nur sehr langsam wieder warm, selbst wenn man schnell in warme Handschuhe schlüpft. Bewegung wie z.B. zügiges Gehen hilft bei mir am besten gegen kalte Hände. Für alle Fälle habe ich im Winter immer Gelpads dabei. In den Pads befindet sich ein Metallplättchen. Wird es geknickt, löst man eine exotherme Reaktion aus und das Pad gibt für einige Zeit angenehme Wäre ab – ideal, um gefühllos gewordene Finger oder die Nasenspitze wieder aufzuwärmen. So weit ließ ich es aber gar nicht kommen. Meine Fotohandschuhe mit aufklappbaren Fingerkuppen habe ich gleich im Rucksack gelassen, sie wären viel zu dünn gewesen. Bestens bewährt haben sich meine Skihandschuhe – ich habe mir welche mit einer besonders weichen Wattierung gekauft, die gut isoliert und durch die ich die Knöpfe der Kamera wenigstens noch erahnen kann. Zum Objektivwechsel muss ich sie allerdings kurz ausziehen. Das Risiko, dass mir ein Objektiv runterfällt, wäre zu groß (die Kamera trage ich zur Sicherheit immer mit dem Gurt um den Hals).

Am Bergbach kam ich gut vorwärts, weil die Ränder zugefroren waren. Bei der Suche nach schönen Eisformationen fiel mir dieser Vorhang aus Eiszapfen auf. Interessant finde ich auch den Eisrand, der den Bach wie ein Sims umfasst. Dieser Eissims hat sich vermutlich bei höherem Wasserstand auf der Oberfläche des Bachs gebildet. Durch die starke Eisbildung nahm dann die Wassermenge im Bach ab, der Wasserspiegel sank, die Eisdecke aber blieb stehen.

Obwohl ich mehrere Stunden unterwegs war, machte meine Kamera keinerlei Schwierigkeiten. Wenn ich nicht fotografiert habe, habe ich sie in die Fototasche gepackt, damit sie nicht ganz so schnell auskühlt. Auch die Akkus (ich verwende nach schlechten Erfahrungen mit Billiganbietern nur Original Canon-Akkus) machten trotz der Kälte keine Probleme. Bringt man die Kamera nach der Tour wieder ins Warme, sollte man unbedingt die Bildung von Kondenswasser verhindern.

Mondfinsternis? Totale Mondfinsternis!

Mondaufgang

Aufnahme vom Sommer 2010. Canon EOS 50D mit Canon EF 70-200 f/4 L IS USM @ 200mm, 1/2s bei f/4, manuelle Belichtung, ISO 100, RAW, Stativ, Spiegelvorauslösung, Selbstauslöser. Vergrößerung durch nachträgliche Wahl des Ausschnittes.

Am heutigen 10.12.2011 fand eine Mondfinsternis statt. Ich hatte ich mir diesen Termin schon lange im Kalender vorgemerkt, weil so ein besonderes Naturschauspiel eine gute Gelegenheit für seltene Bilder bietet. Im Vorfeld habe ich lange recherchiert, um einen möglichst fotogenen Beobachtungsplatz für die Mondfinsternis zu finden. Dabei musste ich einiges unter einen Hut bringen: Der Standort sollte auf einem Berg liegen, bei jedem Wetter erreichbar sein und freien Blick auf den Horizont für den Winkel zwischen 55° und 66° bieten. Ein wirklich gutes Mondfoto lebt vom Vordergrund. Er darf den Mond natürlich nicht verdecken, sondern soll dem Bild das „gewisse Etwas“ verleihen. Nach langem Suchen hatte ich den perfekten Platz gefunden und einen Zeitplan errechnet, um rechtzeitig vor dem Mondaufgang vor Ort zu sein. Vor meinem inneren Auge konnte ich schon das Bild des rötlich gefärbten Mondes über einer winterlich verschneiten Voralpenlandschaft sehen.

Es hätte alles so schön sein können – wäre da nicht eine geschlossene Wolkendecke gewesen, die den Himmel komplett verhüllte. Die Prognosen für heute waren zwar schon seit Anfang der Woche schlecht – aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. In letzter Minute habe ich nochmal die Webcam-Bilder der Region angesehen und mich dann gegen die zweistündige Wanderung durch Schneeregen und Wolkennebel entschieden.

Tja, auch das ist Naturfotografie. Trotz allen Recherchen, Tüfteleien und inneren Visionen lässt sich die Natur nicht kontrollieren, sie lebt Ihr Eigenleben. Mit Wissen, Fleiß, Geduld und etwas Glück kann man Ihr manchmal auf die Spur kommen und Situationen vorausahnen, die das Potential für großartige Fotos bieten. Heute hat es nicht geklappt. Die nächste Chance, eine Mondfinsternis in unseren Breiten zu fotografieren, ist am 28. September 2015. Der Termin steht schon in meinem Kalender – mal sehen, ob es dann klappt.