Bei einem morgendlichen Streifzug durchs Moor fielen mir diese taubenetzten Spinnenfäden auf. Langsam wird es Herbst und der Farbwechsel in der Natur von Grün auf Bunt steht kurz bevor.
Blogeinträge
Alpen-Kratzdistel

Canon EOS 50D mit Canon EF 17-40 L USM @ 23mm, 1/100s bei f/7.1, ISO 200, RAW, nachträgliche Schwarzweiss-Konvertierung.
Bei meiner Wanderung durch die Leoganger Steinberge haben mich die Pflanzen beeindruckt, die dort in absolut karger Umgebung wachsen und blühen. Um Gewicht zu sparen, hatte ich mein Makro-Objektiv nicht dabei, worüber ich beim Aufstieg froh war – oben angekommen habe ich meine Sparsamkeit dann allerdings bereut. Für diese Aufnahme einer Alpen-Kratzdistel (Cirsium spinosissimum) musste mein Weitwinkelzoom herhalten. Um die bizarren Formen der stachligen Blätter hervorzuheben, habe ich die Farben nachträglich zu Schwarzweiß konvertiert und die Kontraste etwas verstärkt.

Canon EOS 50D mit Canon EF 17-40 L USM @ 20mm, 1/100s bei f/7.1, EV -1, ISO 100, RAW, nachträgliche Festlegung des Bildausschnitts (Beschnitt).
Das Licht war an diesem bedeckten Nachmittag leider ziemlich flau. Man ahnt immerhin die karge Fremdartigkeit der alpinen Karstlandschaft.
Bergsteiger im Morgenlicht

Canon EOS 50D mit Canon EF 17-40 L USM @ 17mm, 1/60s bei f/9, ISO 100, RAW.
Katalog-Info
Titel: Bergsteiger im Morgenlicht
Copyright: Copyright by Stefan Hradetzky, alle Rechte vorbehalten, jegliche Verwendung nur nach ausdrücklicher Genehmigung der Urhebers.
Motiv: Ein Bergsteiger, fast nur als Silhouette erkennbar, steht im morgendlichen Gegenlicht auf dem Übergang zwischen Melkerloch und Hochzint in den Leoganger Steinbergen.
Maximale verfügbare Auflösung: 4752 x 3168 Pixel
Dateiversionen: 16Bit-TIF (86,3 MB), 8Bit-TIF (43,1 MB) oder JPG
Dieses Bild ist als Fotoposter oder Datei verfügbar
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Durch die Leoganger Steinberge zum Melkerloch

Panorama, zusammengesetzt aus 11 Hochformatbildern, getrennte Belichtungskorrektur für Himmel und Vordergrund (Komposit). Canon 50D mit Canon EF 17-40 L USM @ 17mm, 1/6s bei f/9, ISO 100, Spiegelvorauslösung, Selbstauslöser, RAW, manueller Weissabgleich, Stativ, Wasserwaage. Größere Vorschau: siehe Text unten.
Nach langem Warten auf stabiles Sommerwetter konnte ich eine meiner fotografischen Visionen in die Tat umsetzen: Den Sonnenaufgang im Melkerloch, einer Naturhöhle in den Leoganger Steinbergen auf 2.200 Metern Höhe. Die Eintrittskarte zu dieser Location inmitten einer fantastischen Karstlandschaft ist ein 1.300 Höhenmeter langer Aufstieg über einen windgeschützten Südhang. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so geschwitzt habe! Und doch hat sich jeder Meter gelohnt und ich war froh, auch das Stativ mitgenommen zu haben.
Der Sonnenaufgang im Melkerloch war ein traumhafter, fast unwirklicher Moment. Das Panoramabild, das dabei entstanden ist (hier klicken für eine größere Version), erinnert mich an die zauberhafte Wolkenstimmung, das rötlich-blaue Farbspiel auf den Felsen und das tickende Geräusch der Wassertropfen, die überall von der Höhlendecke fielen.
Dank der Begleitung meines Vaters (hier steht er im Morgenlicht auf dem Übergang zwischen Melkerloch und Hochzint) habe ich nach der Melkerloch-Fotosession den nicht ganz trivialen Klettersteig auf’s Birnhorn gemeistert (weitere 500 Höhenmeter). Außerdem verdanke ich ich ihm einige Making-of-Bilder (für große Ansicht bitte anklicken):
Sonnenaufgang in den Farben des Feuers

Canon EOS 50D mit EF 400 f/5.6, 1/640s bei f/10, Belichtungskorrektur -2, ISO 100, Selbstauslöser, Spiegelvorauslösung, Stativ
Wenig Schlaf, ein erhöhter Standort (1530 m) und eine Brennweite von 400 mm waren die Grundzutaten für diese Großaufnahme der aufgehenden Sonne. Ihr Licht lässt die Wolken in den Farben des Feuers leuchten – man ahnt die ungeheure Kraft und Energie, die von der Sonne ausgeht.
Direkt in die Sonne hineinzufotografieren, kann gefährlich sein – die Kamera kann beschädigt werden und – was noch schlimmer ist – der Fotograf kann erblinden. Vor einer solchen Aufnahme sollte man sich unbedingt vorher kundig machen, welche Vorsichtsmaßnahmen zu beachten sind.
In diesem Fall wurde die Sonne durch die Wolken noch ausreichend gefiltert. Ich habe nie direkt durch den Sucher geschaut, sondern die Kamera mit Hilfe des LiveViews ausgerichtet.
Lichtdurchflutete Berge
Dieses Bild stammt aus meinem Archiv. Es ist im Juni 2010 im Mangfallgebirge nach einer durchwanderten Nacht entstanden. Sobald das wärmende Licht der Sonne über den Horizont kletterte, stieg der Dunst aus den Tälern auf und begann im Morgenlicht golden zu leuchten.
Erfahrungsbericht Dreibeinstativ Benro C3570F Carbon
Heute möchte ich über meine persönlichen Erfahrungen mit dem Dreibeinstativ Benro C3570F Carbon berichten. Es handelt sich um ein großes, stabiles Fotostativ aus Carbon mit ausfahrbarer Mittelsäule.
Technische Daten:
- Jedes der drei Beine besteht aus drei Segmenten mit Klemmverschlüssen (auch als 4-Segment-Variante und/oder mit Drehverschlüssen erhältlich)
- Durchmesser des dicksten Beinsegments: 32,5 mm
- Durchmesser des dünnsten Beinsegments: 25 mm
- Normale Höhe: 1525 mm (alle Beine ganz ausgefahren)
- Maximale Höhe: 1800 mm (mit zusätzlich ausgefahrener Mittelsäule)
- Minimale Höhe: 375 mm
- Länge Zusammengeklappt (Packmaß): 715 mm
- Gewicht: 1,90 kg (zuzüglich Stativkopf und Schnellwechselsystem)
- Belastbarkeit: 18 kg (laut Hersteller)
- Gewinde für Stativkopf: 3/8“ und 1/4“
- Besonderheiten: Eingebaute Wasserwaage und Mini-Kompaß, Haken am unteren Ende der Mittelsäule zum Anbringen eines Stabilisierungsgewichtes.
- Lieferumfang: Stativ mit Gummifüßen, Spikes, 1x Schaumstoffgriff, Werkzeugset und hochwertige Tasche mit abnehmbarem Tragegurt
- Preis: ca. 369.- Euro (Stand Sommer 2011)
Warum habe ich mich für dieses Stativ entschieden?
Ich fotografiere mit einer Canon EOS 50D, einer Canon EOS 6D und Brennweiten von 17-400 mm. Mein fotografischer Schwerpunkt ist Landschaft, gelegentlich Panoramen (mit Nodalpunktadapter) und zunehmend auch Makros und Tiere. Meine Lieblingsmotive finde ich oft auf stundenlangen Bergtouren.
Mein altes Alustativ, ein Manfrotto 190 X ProB war mir für sein relativ hohes Gewicht (2,4 kg) zu wackelig. Deshalb suchte ich nach einem möglichst stabilen Stativ mit einem Gewicht unter 2 kg, preisliche Schmerzgrenze 400.- Euro. Um maximale Stabilität zu gewährleisten, sollte es nur drei Beinsegmente (zwei Auszüge) haben. Das Packmaß (Länge im eingefahrenen Zustand) war mir egal. Für Makros wollte ich damals eine umgekehrt montierbare Mittelsäule haben, um die Kamera (kopfüber) in Bodennähe positionieren zu können (darauf würde ich heute zugunsten von Stabilität und Gewichtsersparnis verzichten).
Erfahrungen aus der Praxis
Das Benro Stativ C3570F Carbon hat meine Erwartungen voll erfüllt. Es ist ordentlich verarbeitet, steht sehr stabil und erreicht (ohne Ausfahren der Mittelsäule) die traumhafte Arbeitshöhe von ca. 155 cm (zuzüglich Stativkopf).
Die Klappverschlüsse ermöglichen ein schnelles Einstellen der Auszüge. Auch das Nachkorrigieren zum Ausrichten des Stativs (z.B. in abschüssigem Gelände) funktioniert damit bestens. Die Klappverschlüsse lassen sich auch mit Handschuhen noch gut bedienen.
Die Anstellwinkel der Stativbeine lassen sich anhand von Rasterstufen verändern. Die Schritte sind relativ groß. Der Benro-Mechanismus ist zwar einfach und solide – damit man die Arretierung aber wieder lösen kann, muss man mit einem zusätzlichen Handgriff die Beine entlasten bzw. leicht nach innen klappen. Bei meinem alten Manfrotto-Stativ war die Winkelabstufung feiner und auch das Lösen der Arretierung war durch einen Federhebel technisch besser gelöst.
Die Gummifüße des Benro C3570F sind auf fast jedem Untergrund sehr griffig. Das Werkzeug und die mitgelieferten Spikes habe ich noch nie gebraucht, vielleicht sind sie auf glattem Eis von Vorteil.
Die mitgelieferte Tasche ist hochwertig und schützt die Carbonteile gut vor Kratzern (wichtig, da Carbon aus Fasern besteht, deren Verbund sich bei Beschädigungen der Oberfläche lösen kann). Die Tasche ist länger als das Stativ, so dass auch ein ordentlicher Stativkopf mit hineinpasst. Ein gepolsterter Griff und zwei D-Ringe an den Enden der Tasche sollen die Befestigung der Tasche am Rucksack erleichtern, was nach einigem Probieren auch klappt. Dazu nutze ich einen Karabiner (unten) und einen Spanngurt (oben).
Ein bauartbedingter Nachteil ist beim Transport das große Packmaß von Tasche und Stativ (insgesamt ca. 83 Zentimeter!). Ich nutze einen hohen Tourenrucksack, deshalb komme ich mit dem Packmaß der Stativtasche gut klar. Wer mit einem kleinen Daypack oder Fotorucksack unterwegs ist, wird Schwierigkeiten haben, das lange Benro C3570F stabil am Rucksack zu befestigen. Dafür empfiehlt sich dann eher ein kleineres Stativ oder die Modellvariante mit vier Beinsegmenten.
Das Ummontieren der Mittelsäule des Benro C3570F ist etwas umständlich – bevor man sie herausziehen kann, muss man den Rohrabschluss der Mittelsäule abschrauben, was ohne Werkzeug geht. Dabei kann man allerdings Kleinteile verlieren oder mit dem klebrigen Fett im Gewinde („Chinafett“) in Berührung kommen – keine schöne Lösung, wie ich finde. In der Praxis hat sich ein Bohnensack (Beanbag) beim bodennahen Fotografieren als einfacher erwiesen. Die Mittelsäule nutze ich nur höchst selten.
Benötigtes Zubehör
Im Lieferumfang nicht enthalten ist ein Stativkopf. Ich habe mich für den FLM CB-48FT entschieden, einen großen Kugelkopf mit Hohlkugel, regelbarer Friktion, Panorama- und Tilt-Funktion.
Zusätzlich benötigt man ein Schnellwechselsystem, um die Kamera auf dem Stativkopf montieren zu können. Ich habe ein brauchbares und relativ günstiges Manfrotto-System mit mehreren Platten (eine für Kamera, weitere für Stativschellen).
Mein Fazit
Das Benro C3570F Carbon ist ein großes Stativ für gehobene Ansprüche in puncto Stabilität und Arbeitshöhe bei gleichzeitig möglichst geringem Gewicht. Für denjenigen, der gezielt zum Fotografieren in der Natur unterwegs ist und dabei Brennweiten von über 200 mm einsetzt, ist das Benro C3570F Carbon ein empfehlenswertes Werkzeug. Mein Canon EF 400 f/5.6 L USM trägt es zuverlässig und stabil. Dabei spielt allerdings auch der eingesetzte Kugelkopf (Zubehör) eine entscheidende Rolle. Die Verarbeitung des Stativs ist ordentlich, das Arbeiten mit dem Stativ im Gelände ist angenehm und auch bei Kälte und Nässe und selbst mit Handschuhen gut möglich. Die Ausstattung ist gut und durchdacht, verglichen mit ähnlich ausgestatteten Stativen der bekannten Luxusmarken ist das Benro empfehlenswert und fast schon ein Schnäppchen. Ob Gewicht und Packmaß noch tragbar sind, muss jeder für sich selbst entscheiden – ich persönlich arbeite sehr gerne mit diesem Stativ und nehme es auch auf große Tagestouren mit.
Um auch kleinste Erschütterungen zu vermeiden und maximale Bildqualität zu erzielen, verwende ich meistens die Spiegelvorauslösung der Kamera und wahlweise den Selbstauslöser oder einen Kabel-Timer, um die Kamera berührungsfrei auszulösen.
Nach einem Jahr
Nach einem Jahr intensiver Nutzung kann ich nur sagen: Dieses Stativ war und ist das richtige für mich, es hat sich in allen fotografischen Lebenslagen bewährt und ich nutze es weiterhin sehr gerne. Das ganze Jahr über war es bei meinen Fototouren dabei, bei Kälte und Hitze, im Wasser, im Schnee, auf der Wiese, im Wald und im Gebirge. Ich hatte es sogar auf einem Dreitausender dabei und war froh darüber, es hochgetragen zu haben. Alle Teile funktionieren zuverlässig und problemlos, von der Größe und Stabilität bin ich nach wie vor begeistert und das Gewicht war auch auf längeren Touren für mich nie ein Problem. Nur die Mittelsäule habe ich fast nie gebraucht. Die Stärken des Stativs liegen für mich in der Landschafts-, Panorama- und Tierfotografie. In der Makrofotografie (Schwerpunkt Pflanzen) bin ich mittlerweile auf einen Bohnensack umgestiegen, um in Bodennähe zu arbeiten, weil ich damit einfacher klarkomme und beweglicher bin.
Traumlandschaft mit Alpenrosen

Canon EOS 50D mit EF 17-40 L USM @ 17mm, f/8 bei 1/15s, ISO 100, RAW, Stativ, Selbstauslöser, Grauverlaufsfilter.
Während der nächtlichen Anreise regnete es im Inntal noch in Strömen. Ich dachte schon, dass diese Tour buchstäblich ins Wasser fällt. Erst kurz vor dem Ziel in den Tuxer Alpen lichteten sich die Wolken und ließen das Mondlicht durch. Zwei Stunden später ließ die aufgehende Sonne Berge und Wolken in magischem Licht leuchten. Im Hochmoor duftete die klare Bergluft würzig nach Blüten, um mich herum war ein Meer aus Alpenrosen, Wollgras und Farnen – eine paradiesische Morgenstimmung, wie ich sie noch nie erlebt habe.
Naturgewalten

Canon EOS 50D mit EF 70-200 L IS USM @ 70mm, f/7.1 bei 1/400s, ISO 100, Raw, Stativ
Aus sicherer Entfernung konnte ich diesen schaurig-schönen Gewitterschauer über dem Karwendelgebirge beobachten. Am selben Nachmittag verwüstete ein schweres Unwetter weiter nördlich ganze Landstriche in Oberbayern.










